PLÁCIDO DOMINGO

Er gehört zu den besten Tenören aller Zeiten. Mit über 3800 Bühnenauftritten und 147 verschiedenen Rollen setzte er unübertroffene Bestmarken. Wohl kein anderer Opernstar fühlt sich der AIDA verbundener als Plácido Domingo. Bereits zu Beginn seiner Karriere kreuzte die Rolle des „Radames“ seinen Weg.

„Die Rolle des „Radames“ in der Oper „Aida“ war eine meiner ersten Verdi-Rollen, die ich immer wieder bis Ende der 80er Jahre an allen Opernhäusern gesungen habe.“ erklärt Domingo. Und weiter: „1999 hat man mich gebeten, die Rolle wieder zu singen, aber ich habe abgelehnt, da ich einfach nicht mehr die leichte Stimme hatte, die diese Rolle erfordert, hatte. Stattdessen dirigiere ich die Oper jetzt.“

Doch auch dieser Positionswechsel wird der Produktion der „AIDA – THE STADIUM WORLD TOUR“ gewinnbringend zugutekommen. Denn: „ …je häufiger ich diese Oper dirigiere, desto mehr erstaunt es mich, wie ich den „Radames“ so oft singen konnte. Denn als Dirigent sehe ich die sängerischen Schwierigkeiten in dieser Rolle noch viel klarer.“ So Domingo.

Der 1941 in Madrid geborene Plácido Domingo studierte bereits sehr jung am Konservatorium in Mexico Klavier und Dirigieren. Als dort auch sein Talent für den Gesang entdeckt wurde, nahm er Unterricht in diesem Fach und debütierte im Alter von gerade einmal 18 Jahren in der Rolle des Borsa in Verdis Oper Rigoletto. Von diesem Moment ging es mit seiner Karriere steil bergauf.

Rückblick: Plácido Domingo stand in den 50 Jahren einer beispiellosen Opern-Karriere mehr als 3800 Mal auf der Bühne, hat in 147 Rollen gesungen. Mit seinem gewaltigen Repertoire schaffte es der Spanier sogar in das Guinness-Buch der Rekorde. Bildnachweis: Ruben Martín © Sony Music Entertainment
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Ein Mann mit Visionen: „If I rest, I rust“, lautet das Motto des 75 Jahre alten Welt-Stars. Domingos Kreativität und sein Tatendrang scheinen kein Alter zu kennen. Bildnachweis: Ruben Martín © Sony Music Entertainment

Schon 1967 debütierte Plácido Domingo in der Rolle des Radames bei der Aufführung von Verdis AIDA in Hamburg. Er ist seither besonders dieser Oper verbunden, wie wohl kaum ein anderer Opernstar.

Unvergessen ist sein Erfolg zusammen mit den Kollegen José Carreras und dem mittlerweile verstorbenen Luciano Pavarotti als „Die drei Tenöre“. Ab 1990 eroberte das Trio die Bühnen der Welt und ermöglichte der Oper ein neues Image, da nun auch Menschen für dieses Genre begeistert wurden, die sich bislang wenig oder gar nicht dafür erwärmen konnten.

Doch Domingos Schaffen geht über die eigene Gesangskarriere weit hinaus. Auch als Dirigent zahlreicher Aufführungen machte er sich einen Namen und in seinen Verpflichtungen als Intendant der „Washington National Opera“ und der „Los Angeles Opera“ setzt er Maßstäbe. Darüber hinaus steht der Name Plácido Domingo für eine Reihe von Programmen und den Gesangswettbewerb Operalia zur Förderung des Nachwuchses.

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Mit einer Vielzahl von Ehrungen und Titeln fand Domingo rund um den Globus Anerkennung, die ihresgleichen sucht. Die „Friedensmedaille des Präsidenten der Vereinigten Staaten“, der „Ehrenritter des Britischen Empire“, der Titel des „Kommandanten der französischen Ehrenlegion“, der „Verdienstorden erster und zweiter Klasse der Republik Italien“, sowie die Ehrendoktorwürden der „University of Oxford und der „New York University“ seien hier stellvertretend für eine Fülle weiterer Auszeichnungen erwähnt.

Viel Zuspruch erfuhr Domingo auch für sein Engagement, das über die Förderung der Oper und der Kunst hinausgeht. Mit Benefizkonzerten spielte er Millionen Dollar ein, die den Opfern von Naturkatastrophen zugutekamen.

Mit seinen mittlerweile 75 Jahren steht Plácido Domingo noch immer unermüdlich und voller Tatendrang im Mittelpunkt des Opern-Geschehens. Mit „AIDA – THE WORLD STADIUM TOUR“ geht sein großer Traum in Erfüllung und auf Reisen.

Der Maestro gibt den Takt vor: Bei seinen AIDA-Aufführungen in Deutschland steht Plácido Domingo am Dirigentenpult. Bildnachweis: Konzert in Budapest am 7.8.2016 / © Gàbor Boda
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